…einige Tage enden nie!

Schon mit einigen Kühlis war ich zur OP gegangen und kühlte sofort, das hilft immer ganz gut bei größeren Aktionen  im Kiefer.

So lief ich ja dann bis kurz vor Mittag auch noch zum Arzt usw… naja… noch war die Betäubung da. Zu Haus hab ich tatsächlich sogar Schmerztabletten genommen.

Jetzt geht es, ich denke es heilt ganz gut.

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Allerdings kam ich nicht zum Ausruhen, zu vieles war neu und mußte besprochen und versucht werden. Die Ärztin machte mich eindringlich auf das Palliativnetz in Gütersloh aufmerksam..ich sollte mich doch unbedingt früh genug mit all dem befassen, denn daß wir sicher (irgendwann??)  HILFE brauchen würden wäre klar!!

Ich rief dort dann auch an, erklärte und fragte, ob wir denn da auch „betreut“ werden könnten… da wir aber genau auf der Kreisgrenze wohnen… LEHNTEN sie uns leider ab. Alle Ärzte, alles ist im Kreis GTL.. unser Haus steht nur wenige Meter zu weit.
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Ich solle mich aber bei einer Stelle in Warendorf melden, doch auch da war man nicht besonders begeistert, denn für die wohnen wir im Grunde auch nicht wirklich passend… und sind nicht bei den Ärzten/Kliniken mit denen sie arbeiten.

Wir werden wohl wieder durch alle Raster fallen… kommt mir bekannt vor.

Überall wird von HILFE gesprochen.. doch wenn man sich früh genug darum bemühen will.. ist da bisher nichts!

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Auch vieles andere muß angeschoben werden.. Dinge, die man gerne nicht erledigen möchte.. aber andererseits muß es sein… WICHTIGES muß man im Vorfeld abklären, schriftlich!!! ….und hätte man dann irgendwann den Kopf wieder freier.

Das sind inzwischen wirklich große Sorgen!!! Depremierend auf jeden Fall!!!

Vor allem bisher unlösbar:  WER würde kurzfristig bei unseren Tieren einspringen, wenn auch mir mal etwas passiert. Könnte ja auch krank werden oder sonst wie total ausfallen (hatten wir ja leider auch schon, aber da war mein Mann ja noch gesund und übernahm)

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Nun steht man da ohne irgendein Netzwerk und weiß nicht wie es werden soll.

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Das wir jemals ins so eine schlimme, ausweglose Situation kommen würden hätten wir nie gedacht. Wir haben immer versucht zu helfen, besonders wenn es um Tiere ging.. aber nun stehe ich ganz allein da.

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…schlimmer, schlimmer Tag!!!

~ in Gütersloh ~

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Es war ein lange und schwierige Sache mit der Wurzelausgrabung… ich hatte es befürchtet.

Danach dann mit dem Auto allein zurück und zum Hausarzt gefahren. (mir war echt schwummerig!) Der beste aller Ehemänner hatte gar nicht gewußt, das er noch weitere Medikamente benötigt, das sah ich gestern abend erst im Arztbrief. Also durfte ich da heute auch noch hinterher laufen. (das hätte man uns doch in der Klinik sagen können, der Onkologe ist doch nebenan, da hätte ich das doch gestern leicht erledigen können)

Da wir beim Hausarzt  noch (fast) neu sind, nur sehr selten da waren bisher, dauerte  es lange und leider ging es mehrfach schief mit dem Rezept… zum guten Schluß mußte ich wieder von der Apotheke zurück und dann doch mit der Ärztin selber sprechen. Sie nahm sich netterweise die Zeit und so konnte ich alles erst einmal kurz erklären…
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Alles in allem bin ich nach diesem Vormittag nun total fertig und würde mich am liebsten nur noch ins Bett packen.. aber ich muß gleich noch für meinen Mann das Essen machen und dann warten wir auf den Boten der Apotheke, der uns noch die Spritzen für die Thromboseprophylaxe bringen wird.
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Es ist wirklich manchmal hart…

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„In den nächsten Tagen NICHTS tragen!“ rief man mir noch hinterher…
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